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Weinsensorik: Das 1 x 1

Weinsensorik: Das 1 x 1

Wer kennt es nicht? Man steht in einer Runde „angeblicher“ Weinkenner. Es wird mit Fachausdrücken um sich geworfen. Man selber kategorisiert Wein jedoch in folgende zwei Gruppen „schmeckt“ und „schmeckt nicht“. Das muss nicht sein. Unser „1 x 1 der Wein Sensorik“ verschafft Überblick.

1. Schritt: Schau mir in die Augen Kleines

Vor der tatsächlichen Verkostung, wird der Wein zunächst einmal betrachtet. Dazu stellt man das Weinglas vor sich auf den Tisch und blickt von oben in das Weinglas. Ist der Wein klar oder wirkt er trüb? Beschreiben sie die Farbtiefe mit blass, mittel oder intensiv. Können sie an der Oberfläche Kohlensäurebläschen erkennen? Nehmen sie das Weinglas nun in die Hand, neigen sie es leicht zur Seite und halten sie es vor eine weiße Oberfläche (Tischtuch, Blatt Papier, Wand, etc.) Welcher Farbton kann dem Wein zugeordnet werden? Hat er im Zentrum (im sogenannten Auge) eine andere Farbe als am Rand? Jetzt schwenken Sie das Glas. Bilden sich Schlieren, Bögen, Tränen oder sogenannte „Kirchenfenster“? Je stärker ausgeprägt, desto höher der Alkoholgehalt.

Weinsensorik_Schauen

2. Schritt: Einfach der Nase nach

Schnüffeln, nicht Schnaufen. Atmen sie mehrmalig, kurz hintereinander ein. So nehmen sie den Duft des Weins am besten wahr. Riechen sie den Wein zuerst am stehenden Glas, danach schwenken sie das Glas ein bis zwei Mal. Jetzt riechen sie erneut. Macht der Wein einen sauberen Eindruck oder erkennen sie Fehltöne? Fehlerhafter Wein riecht beispielweise nach faulen Eiern, Essig, muffig oder modrig. Wie intensiv empfinden sie den Geruch? Zart, mittel oder ausgeprägt? Welche Aromen kommen ihnen in den Sinn? Fruchtig, blumig, pflanzlich, würzig oder zum Beispiel rauchig. Ein sogenanntes Aromarad (siehe unten) kann bei der Beurteilung gute Dienste leiste.

Weinsensorik_Riechen

3. Schritt: Liebe geht durch den Magen

Endlich ist es soweit, der Wein darf verkostet werden. Nehmen sie einen Schluck und kauen sie ihn gut durch. Jetzt ziehen sie ein wenig Luft ein. Was können sie schmecken? Ist der Wein trocken, halbtrocken oder süß? Empfinden sie die Säure niedrig, mittel oder hoch? Wie steht es mit dem Alkohol? Würden sie den Wein als schlank und dünn oder eher als kraftvoll beschreiben? Welche Geschmäcker können sie wahrnehmen? Dabei kann wieder das Aromarad helfen. Bei Rotwein können nun auch die Tannine (die Gerbstoffe) bewertet werden. Fühlt sich der Wein samtig und weich am Gaumen an oder rau und bitter?

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4. Schritt: gemeinsamer Nenner

Alle Eindrücken werden jetzt in eine Beurteilung zusammen gefasst. Folgende Skalen helfen bei der Bewertung:

*

acceptable
** quite good
*** recommended
**** highly recommended
***** Decanter award

Weinsensorik_Beurteilung

 


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